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Charles W. Morgan: eine Legende sticht in See

2013-09-09

Die historische Charles W. Morgan ist das letzte hölzerne Walfangsegelschiff das noch auf dieser Welt existiert. Vor genau 172 Jahren ging der Klassiker auf Jungfernfahrt, im Juli ist er dann zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten wieder in See gestochen. Die Restaurierung des Walfängers kostete knapp sieben Millionen US-Dollar und dauerte fünf Jahre. Dass die Charles W. Morgan nun (fast) wieder seetüchtig ist, ist der Werft von Mystics Museumshafen zu verdanken. Das ungefähr 10 m breite und 40 m lange Segelschiff fuhr zu insgesamt 37 Waljagden von 1841 bis 1921 aus. Benannt wurde es nach dem Kaufmann Charles W. Morgan, der zugleich der Haupteigner des gewaltigen Segelschiffs war. Dennoch ist die Restaurierung noch nicht endgültig abgeschlossen, denn Schreinerarbeiten im Inneren des Schiffs sind noch zu erledigen, ebenso wie Arbeiten am Tauwerk und an den Masten. Weiterhin muss auch die Schiffsausrüstung zum Großteil neuinstalliert werden. Trotz der andauernden Restaurierungsarbeiten können die Besucher den Walfänger besichtigen und einen Spaziergang über das Deck machen. Die 38. Fahrt der Charles W. Morgan ist für den Mai nächsten Jahres vorgesehen. Sie wird dann Neuenglands historische Häfen anlaufen, wie beispielsweise Boston, New London, Provincetown, Vineyard Haven oder Newport. Ziel ist es, den Besuchern einen Einblick in die Geschichte des Walfangs zu geben. Neuengland war eine Hochburg für den Walfang, welcher 1982 laut Gesetz verboten wurde. Der Museumshafen von Mystic, ist das führende Museum für Schifffahrt in ganz Connecticut. Seine Gründung geht bis in das Jahr 1929 zurück; heute beheimatet er fünf besonders historische Schiffe, welche allesamt als "Nationales Geschichtsdenkmal" ausgezeichnet wurden. Der Eintrittspreis für Mystics Museumshafen liegt ungefähr bei 24 US-Dollar für Erwachsene und beinhaltet selbstverständlich auch die Besichtigung der historischen Schiffe.

 
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