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Indian Summer

Indian Summer - Entdecken Sie den Wandel der Jahreszeiten in Neuengland

Nichts verkörpert die Magie Neuenglands so sehr, wie der sagenhafte Indian Summer, der an keinen anderen Platz der Welt so schön zu sein scheint wie hier.

Indian Summer - warmes Wetter im Herbst

Genauer genommen handelt es sich beim Indian Summer um eine warme und eher ungewöhnlich trockene Wetterperiode, die auf dem nordamerikanischen Kontinent im späten Herbst auftritt. Der strahlend blaue Himmel sowie angenehm warme Temperaturen und nicht zuletzt die intensive Blattfärbung der Wälder, kennzeichnen dieses Phänomen. Richtigerweise muss man jedoch sagen, dass der Begriff Indian Summer nicht die Laubfärbung an sich bezeichnet, sondern nur diese gewisse Wetterperiode im Herbst. Die Blattverfärbung wird als "Foliage" oder "Fall Foliage" bezeichnet und stammt aus dem Mittelenglischen "foliage" (Blatt), welches sich wiederum von dem lateinischen Wort "folium" ableitet.

Begriff Indian Summer - eine alte Legende

Die genaue Herkunft der Bezeichnung Indian Summer ist bis heute ungeklärt. Allerdings vermutet man, dass sie aus der Zeit der nordamerikanischen Indianer stammt. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, dass Indian Summer für die Hauptjagdsaison der Indianer steht. Sehr weit verbreitet ist jedoch vielmehr eine indianische Legende, laut der es zwei Jäger gab, die jeden Herbst einen großen Bären verfolgten. Dieser wurde dank magischer Kraft hoch in den für die Jäger unerreichbaren Himmel getragen. Doch die Jäger waren unermüdlich. Gemeinsam mit ihrem Hund gelang es ihnen, den Bär in den Himmel zu folgen und ihn dort endlich zu erlegen. Sein Blut tropfte schließlich auf die Erde, woraufhin sich die Blätter eines Ahornbaumes rot verfärbten. Schaut man in den Himmel, so erkennt man den Großen Bären im Sternbild des großen Wagens und die zwei Jäger und den Hund, welche die drei Deichselsterne bilden.

So entsteht der Indian Sommer

Der Indian Summer wird ausgelöst durch ein Hochdruckgebiet, das sich entlang der Ostküste zieht und dem erste Nachtfröste vorausgegangen sind. Dabei strömt aus dem Süden und Südwesten warme Luft gen Norden und ruft somit ansteigende Temperaturen hervor. Eine derartige Wetterlage kann sogar mehrere Tage oder Wochen stabil bleiben. Ein atlantisches Tiefdruckgebiet, das von einer Kaltfront begleitet wird, sorgt dann für einen Wetterumschwung.

Fall Foliage - so verläuft die Blattverfärbung

Normalerweise verfärbt sich zuerst das Blätterkleid in den nördlichen Höhenlagen, sobald die ersten kalten Tage vorbei sind. Eine typische Fall Foliage beginnt Ende August in Kanada, von wo aus sie sich über die gesamten USA in Richtung Süden verbreitet. Während dann im Norden der USA viele farbenfrohe Wälder zum Vorschein kommen, ist im Süden "kaum" etwas von der Laubverfärbung zu sehen: sie ist hier schlichtweg unspektakulär. Der Schwerpunkt der Foliage liegt ganz klar auf den Neuenglandstaaten Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont. Die Foliage erreicht ihren Höhepunkt erfahrungsgemäß im Oktober, wobei sie zuerst den Norden und dann erst den Süden Neuenglands in ein farbenprächtiges Blätterkleid hüllt. Kälte und Nachtfrost führen zu einer raschen Laubverfärbung. Ist der Spätsommer aber sonnig und warm, verlangsamt sich der gesamte Prozess. Den genauen Beginn und die Dauer der Foliage kann jedoch niemand genau vorhersagen.

Ein Fabspektrum, dass es nur hier gibt

Während des Indian Summers zeigt jeder Neuenglandstaat sein eigenes individuelles Farbspektrum. Man behauptet übrigens, dass in
Vermont 
 die Foliage am intensivsten ist. Besonders häufig in Neuengland vertreten, ist der Zucker-Ahorn. Seine Blätter verfärben sich vom strahlenden Grün zum sonnigen Gelb, wechseln anschließend von glühendem Orange in ein leuchtendes Rot und sind zum Schluss braun. Seine häufige Verbreitung sorgt in den Wäldern Neuenglands für das typische Scharlachrot, welches absolut einzigartig ist. Ein derartiges Farbspektrum mit so einer Leuchtkraft und Vielfalt ist nirgendwo sonst in Europa zu finden.

Mit dem Foliage-Info-Telefon durch den Indian Summer

Die Zeit des Indian Summers nutzen sowohl Einheimische, als auch ausländische Touristen, für Wander-, Kanu- oder Trekkingtouren und natürlich auch um grandiose Schnappschüsse der farbenfrohen Wälder zu machen. Da der Indian Summer einen wichtigen Stellenwert in der Tourismusbranche eingenommen hat, wurden sogar eigens dafür Foliage-Info-Telefone eingerichtet, die über das Fortschreiten der Blattverfärbung informieren. Der Indian Summer gilt insgeheim natürlich als beste Zeit des Jahres und ist vor allem für Aktivurlauber sehr zu empfehlen. Nicht umsonst findet man insbesondere im Herbst hier so viele "Leaf Peeper", also "Laubtouristen", die sich diese unvorstellbare Farbenpracht nicht entgehen lassen wollen. Aus diesem Grund sind Hotelreservierungen zur Zeit des Fall Foliage unerlässlich. Milliarden Blätter bilden ein einzigartiges Farbenkaleidoskop und garantieren atemberaubende Panoramen in dieser ohnehin schon traumhaften Urlaubsregion Neuengland, die im Herbst einfach unübertrefflich schön ist. Als eine "Hochburg" des Indian Summer, gelten vor allem die im Westen von Massachusetts gelegenen Berkshires. Doch auch Vermonts Green Mountains und die White Mountains von New Hampshire, sind mindestens genauso tief im Farbenrausch versunken. Insbesondere unterschiedliche Ahorn- und Birkenarten sind die Hauptdarsteller dieses farbenfrohen, höchst ansehnlichen Schauspiels.

Wald während des Indian Summers
Straße während des Indian Summers
Neuengland-Haus im Indian Summer