Portland

Die Hafenstadt Portland ist die größte Stadt im Bundesstaat Maine und trägt den Spitznamen "The Forest City". Sie ist zwar auch für ihren Financial District bekannt, aber hauptsächlich für ihren alten Hafen mit dem "Portland Head Light". Dieser lockt jährlich Touristen aus der ganzen Welt in das malerische Portland. Nur wenige wissen wahrscheinlich, dass Portland die Geburtsstadt des weltberühmten Stephen King ist. In vielen seiner Bücher lässt er seine Heimat als Handlungsort mit einfließen. Portland fasziniert auch durch seine historische Architektur, die sich vor allem in dem restaurierten Stadtteil Old Port wiederspiegelt. Pflastersteinstraßen, Backsteingebäude, der Blick aufs Meer und den Portland Head Light sind allein schon von der Vorstellung her eine zauberhafte Kombination, doch in der Realität wird diese bei Weitem übertroffen. Die lebendige Hafenstadt bietet zudem erstklassige Küche und ein aufregendes Nachtleben, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Cathedral of the Immaculate Conception
In Portland befindet sich die Cathedral of the Immaculate Conception die zugleich die römisch-katholische Diözese Portlands ist. Der Bau der historischen Kathedrale in der Cumberland Avenue begann 1866 unter dem Architekten Patrick Keeley. Die Kathedrale wurde im neo-gotischen Architekturstil errichtet und ist aufgrund ihrer Optik besonders sehenswert. Sie wurde außerdem in das National Register of Historic Places aufgenommen. Der größte der drei Kirchtürme ist ca. 62 m hoch und somit der höchste seiner Art in der Stadt Portland.

Etz Chaim Synagogue
Die Etz Chaim Synagogue in Portland ist die einzige Synagoge im europäischen Stil, die noch aus der Einwandererzeit stammt. Sie wurde 1921 als eine englischsprachige Synagoge erbaut und nicht als traditionell jüdischsprachige.

Maine Narrow Gauge Railroad Museum
In Portland an der Casco Bay befindet sich das Schmalspurbahnmuseum Maine Narrow Gauge Railroad Museum. Nachdem 1991 die Edaville Railroad (Museumsbahn in Massachusetts) aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste, wurde 1993 die Maine Narrow Gauge Railroad Company and Museum gegründet. Die Fahrzeuge der Bahn stammen zum Großteil aus ehemaligen Schmalspurbetrieben Maines. Die Museumsstrecke mit einer Länge von 2,5 km verläuft parallel zur Fußgängerpromenade an der Küste entlang. Im Museum können u. a. die Lok 4 der Monson Railroad, die Loks 7 und 8 der Bridgton & Saco River Railroad und eine umgebaute Motordraisine der Sandy River and Rangeley Lakes Railroad besichtigt werden.

McLellan-Sweat Mansion
Die McLellan-Sweat Mansion (auch The McLellan House) ist ein historisches Hausmuseum in der 111 High Street in Portland. Es bildet den hinteren Teil des "Portland Museum of Art"-Komplex. Erbaut zwischen 1800-1801 für den wichtigen Reeder Hugh McLellan, wurde es von dem aus Ipswich stammenden Architekten John Kimball entworfen. Nach einem Eigentümerwechsel, wurde das Anwesen 1880 von Lorenzo De Medici Sweat gekauft. Jahre später vermachte es seine Witwe an die Portland Society of Art (heute Portland Museum of Art). Die L.D.M. Sweat Memorial Galleries wurden von John Calvin Stevens entworfen und 1911 hinter dem Haus angebaut. 1970 wurde das Haus in das National Register of Historic Places aufgenommen. Nach einer umfangreichen Restaurierung, hat das McLellan House im Jahr 2002 wiedereröffnet.

Portland Museum of Art
Das Gebäude an sich ist schon einen Besuch wert. Errichtet wurde es 1882 vom Architekten M. Pei. Ungefähr 100 Jahre später wurde das Gebäude durch einen zusätzlichen Bau ergänzt. Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung verschiedener Kunstwerke amerikanischer und europäischer Maler des 19. und 20. Jahrhunderts.

Portland Observatory
Der Turm Portland Observatory wurde 1807 in Portland erbaut. Der Holzfachwerkturm, dessen Fundament aus Stein ist, ist der letzte maritime Signalturm der USA. Der 7stöckige Portland Observatory ist achteckig und 26,2 m hoch. Portland Observatory wurde errichtet, damit sich die Kaufleute auf neue Schiffsladungen vorbereiten konnten. So veranlasste der Kapitän Lemuel Moody den Bau des Aussichtsturms im Jahr 1807 auf dem Hügel Munjoy Portlands. Zur Zeit des Krieges 1812, wurde er unter anderem auch als Wachturm genutzt. 1972 wurde er schließlich in das National Register of Historic Places aufgenommen.

Tate House Museum and Gardens
In Portland, in der 1270 Westbrook Street, befindet sich das historische Tate House. Das schöne Stadthaus im Georgianischen Architekturstil wurde 1755 für Captain George Tate und seine Familie erbaut. Als das einzige vorrevolutionäre Haus im Großraum Portland, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist, bietet es beeindruckende antike Möbel, ein schönes Gelände mit Kräutergärten und eine einzigartige Architektur. Dies alles ermöglicht einen aufschlussreichen Einblick in das 18. Jahrhundert und in das Leben des kolonialen Maines.

Victoria Mansion
Die Victoria Mansion, die auch als Morse-Libby House oder Morse-Libby Mansion bekannt ist, befindet sich in Portland und ist ein beispielhaftes Wahrzeichen für amerikanische Wohnarchitektur. Das Haus war ursprünglich der Wohnsitz des Hoteliers Ruggles Sylvester Morse, doch nach seinem Tod wurde der aus Portland stammende Händler Joseph Ralph Libby der neue Eigentümer. Das Haus aus rotem Sandstein mit der aufwändigen Innenarchitektur, den opulenten Einrichtungsgegenständen und den ersten technischen Annehmlichkeiten bietet einen Einblick in das verschwenderische Leben im Amerika des 19. Jahrhunderts. Diese Villa im Italiante-Style wurde zwischen 1858-1860 von Henry Austin gebaut. Mehr als 90 % des ursprünglichen Interieurs sind erhalten geblieben, darunter Herter Möbel, kunstvolle Wandmalereien, Kunstwerke, Teppiche, Gasleuchten, Porzellan, Silber und Glaswaren. Die Victoria Mansion wurde als National Historic Landmark ausgezeichnet und in das National Register of Historic Places aufgenommen.

Wadsworth-Longfellow House
In Portland befindet sich das Wadsworth-Longfellow House, das von der Maine Historical Society geleitet wird. Das Haus hat sowohl historische als auch literarische Bedeutung, denn es ist das älteste erhaltene Gebäude der Portland Halbinsel und das Haus in dem der bekannte amerikanische Dichter Henry Wadsworth Longfellow im 18. Jahrhundert aufwuchs. Besucher können noch heute die ursprüngliche Einrichtung sowie persönliche Besitztümer der Familie Wadsworth Longfellow besichtigen. Erbaut wurde das Haus zwischen 1785 und 1786 vom General Peleg Wadsworth und es war das erste Backsteinhaus in Portland. Das Wadsworth-Longfellow House wurde als National Historic Landmark ausgezeichnet und in das National Register of Historic Places aufgenommen.